Möchten Sie ein einige der schönsten Höhlen Kroatiens erleben, dann besuchen Sie die Gespanschaft Karlovac, die gleichzeitig die Wiege des kroatischen speläologischen Tourismus ist. Die Höhlen Baraæeve špilje bei Nova Kršlja nahe Rakovica sind für Ihre zahlreichen Kalzitdekorationen bekannt und wurden in Kroatien als erste bereits im Jahre 1892 geöffnet. Man erreichte sie früher mit Kutschen auf der Durchreise in Richtung Plitvicer Seen.
Die obere Höhle Gornja Baraæeva špilja wurde 2004 renoviert und ganz in ihrer Nähe wurde das erste Speläologische Haus eröffnet. Man kann 520 Meter der Höhle besichtigen, die aufgrund ihrer Schönheiten zu einem geomorphologischen Naturdenkmal ernannt wurde, und zwar mit Hilfe eines Höhlenführers, der interessante Geschichten über den Bau, den Ursprung und die Forschungsgeschichte erzählt. Es handelt sich um die erste Höhle in Kroatien, die mit Ökobeleuchtung besichtigt wird, wodurch das Mikroklima und das Ökosystem der Höhle nicht beeinträchtigt wird.
Die südwestlichen Teile der Gespanschaft Karlovac gehören zu dem flachen Dinarkalkfelsengebiet mit hunderten von Grotten, Höhlen, aber auch ganzen Systemen unterirdischer Höhlungen. Hier befinden sich außerdem vier von den fünf längsten Höhlensystemen Kroatiens, vorangehend mit dem Abgrund Ðulin ponor - Medvednica bei Ogulin mit über 16 Kilometern erforschten Kanälen. Viele Höhlen verbergen in sich kleine Seen und Bäche, aber auch eine eigentümliche Fauna; in manchen lebt auch der Grottenolm.
In mehreren Höhlen wurden prähistorische Gegenstände aus der Steinzeit (Baraæeve špilje) und der frühen Bronzezeit (Ðutno bei Bosiljevo) gefunden. In der Grotte Bubijeva jama bei Sièe haben Speläologen aus Karlovac im Jahr 2000 eine einzigartige antike Höhlennekropole in Europa entdeckt. Viele Grotten waren jahrtausendlang Zufluchtsstätten; diejenigen in den Felswänden der tiefen Täler der Flüsse Korana und Mrežnica sind für abenteuerlustige Touristen eine wahre Herausforderung.
Zu den Verteidigungshöhlen zählt auch Vrlovka bei Kanja, dessen Eingang direkt am Fluss Kupa liegt. Sie wurde 1928 geöffnet und man kann 330 Meter Kanal besichtigen. Speläotouristen gehen immer lieber in die nicht hergerichteten, schwer zugänglichen Höhlen, die nur in Begleitung eines erfahrenen Speläologen betreten werden dürfen. Hierzu zählen auch die Höhlen Vražiæ peæina in Bariloviæ, Gvozdenica auf Skranska gora, Vodena jama bei Sièe. Die Höhle Matešiæa špilja bei Slunj ist mit ihren zwei Eingängen etwas ganz besonderes; nach einem Durchgang durch karstiges unterirdisches Gewölbe gelangt man direkt in das Engtal des Flusses Korana.